Das Kloster Santa María de La Vid, gegründet im 12. Jahrhundert an der Ribera del Duero (Burgos), ist ein herausragendes Werk der Spätgotik, das eine Augustiner-Gemeinschaft und eine wertvolle historische Bibliothek beherbergt.
Das Kloster Santa María de la Vid, gelegen am Ufer des Flusses Duero in der Provinz Burgos, ist eine Prämonstratensergründung aus dem 12. Jahrhundert, die sich architektonisch vom Romanik bis zur Spätgotik entwickelte, mit Renaissance- und Barockergänzungen. Es war das erste Prämonstratenserkloster auf der Iberischen Halbinsel und wird heute von einer Gemeinschaft Augustinerpatres bewohnt. Seine Kirche bewahrt ein prächtiges gotisches Portal, einen Hauptaltar aus dem 16. Jahrhundert, der Juan de Juni zugeschrieben wird, und eine romanische Marienfigur. Außerdem beherbergt es eine historische Bibliothek mit Inkunabeln und wertvollen Manuskripten. Dieses monumentale Ensemble ist ein Bezugspunkt des religiösen, künstlerischen und kulturellen Erbes von Kastilien und León.
Das Kloster Santa María de la Vid ist ein wichtiges Beispiel des religiösen Erbes von Kastilien und León, dessen Geschichte im 12. Jahrhundert mit der Ankunft des Prämonstratenserordens beginnt. Seine Architektur vereint romanische, gotische, Renaissance- und Barockstile, was es zu einer idealen Ressource macht, um die Entwicklung der sakralen Kunst in Spanien zu studieren. Zudem ermöglichen seine historische Bibliothek und sein Hauptaltar die Erforschung der kulturellen und bildungsbezogenen Rolle der Klöster im Mittelalter und der Neuzeit.