Über dieses Kulturerbe
Der große Kormoran, Phalacrocorax carbo, gehört weder zu den Entenvögeln noch zu den Watvögeln, sondern zur Familie der Phalacrocoracidae. Er ist leicht an seinem schillernden schwarzen Gefieder mit bronze- oder purpurfarbenen Reflexen, seinen meergrünen Augen und dem robusten, leicht gebogenen Schnabel mit gelber Haut an der Basis zu erkennen. Man kann ihn problemlos, sogar mit bloßem Auge, in felsigen Gebieten und Mündungsgebieten des Miño beobachten.
Seine Ernährung ist sehr aktiv: Er taucht in Küstengewässern, Flüssen und Mündungen und verfolgt Fische – einschließlich Aale – sowie Krebstiere und gelegentlich Amphibien.
Er brütet in Kolonien, baut Nester aus Zweigen, Algen oder Vegetation in Bäumen, Schilfbeständen und auch an Klippen in Wassernähe.
Er bleibt nicht das ganze Jahr über in den Brutgebieten Nordeuropas. Im Winter ziehen viele Populationen in mildere Regionen. Im Mündungsgebiet des Miño ist es häufig, ihn im Winterquartier und als Besucher auf seinen Zugwegen zu beobachten.