Die archäologische Stätte des Berges von O Castro in Ribadumia ist eine befestigte eisenzeitliche Siedlung auf einer Höhe von 110 Metern. Aufgrund seiner dokumentierten Überreste wird angenommen, dass es im 4. Jahrhundert v. Chr. und 1. Jahrhundert n. Chr. bewohnt gewesen sein könnte. Bei den Ausgrabungen im Jahr 2011 wurden dreizehn Hütten, ein großer Haushof und eine Mauer sowie Tausende von Stücken entdeckt, die den intensiven Handel dieser Siedlung mit alten Zivilisationen wie den Phöniziern zeigen.
Die Stätte Ribadumia ist ein klares Beispiel für die Nutzung des Berges und die Gewinnung von Steinen, da die Spuren alter Steinbrüche sowohl in ihrem Umfang als auch in ihrem Inneren erhalten sind. Der Castro hat durchschnittliche Ausmaße im Zusammenhang mit der charakteristischen Siedlung der Eisenzeit, die vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. dicht besiedelt war, als es durch Brand zerstört und verlassen wurde.
Zu den herausragendsten Bauwerken gehört ein großes Innenhofhaus im Stil des Castro von San Cibráo de Lás, in Ourense, und anderer Castros im Süden Galiciens und im Norden Portugals. Der Wohnbereich erstreckt sich über die gesamte Terrasse und hatte im Laufe der Geschichte des Castros unterschiedliche Strukturen, die mit verschiedenen Materialien hergestellt wurden. Die ersten Gebäude wurden aus verderblichen Materialien gebaut, die später durch Steinstrukturen ersetzt wurden, und die runden Wohnungen aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. wurden zu Lagerräumen, wiederum aus verderblichen Materialien.
Unter den Tausenden von Stücken, die bei archäologischen Kampagnen gefunden wurden, befinden sich Keramiken aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr., aus Nordafrika und der Gegend um Gadir (dem heutigen Cadiz), sowie ein Fragment einer rhodischen aríbalo. Aríbalo ist eine kugelförmige griechische Vase mit kurzem, engem Hals, die als Aufbewahrungsbehälter für das parfümierte Öl zur Pflege des Körpers verwendet wurde.
Der Castro von Besomaño, von Leiro oder von Ribadumia, befindet sich auf einem Hügel in Ribadumia (Pontevedra) mit einem bedeutenden archäologischen Erbe. Der Castro befindet sich am Berg von do Castro und ist eine der galizischen Festungen, wo Rekonstruktionen der Häuser durchgeführt wurden, um die Lage zu visualisieren.
Der Berg von O Castro wurde vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. besetzt und wieder besetzt. Die Siedlung, der Menschen die in dem Castro wohnte, entwickelte die Kastro-Kultur, die sich durch ihre besondere Art der Organisation des Lebens auszeichnet. In diesen Siedlungen dominierten runde Steinbauten, die aber auch oval und quadratisch waren. Später wurde das Kastro durch Feuer zerstört und endgültig aufgegeben.
Das Gebiet war Gegenstand von Steinbrüchen, vielleicht von den Ursprüngen der Siedlung bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hinein. Darüber hinaus ist es dank archäologischer Forscher gelungen, rund 140.000 Stück zu sammeln. Unter ihnen ragen Keramiken aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. heraus.