Die Stadt Cangas - und ganz besonders ihr denkmalgeschützter Bereich - zeichnet sich durch ein interessantes künstlerisches Erbe aus, das immer mehr Anerkennung und Wertschätzung erfährt. In diesem alten Fischerdorf sind deutliche Spuren von maritimen Bauwerken und Architektur sichtbar. Dank der weisen Hand des Steinmetzes und des guten Könnens seiner Männer und Frauen - im Laufe der Jahrhunderte - haben sich ihre Wurzeln mit der gegenwärtigen mittelalterlichen Tradition vermischt, die ihr Vermächtnis in Galicien hinterlassen hat.
Der Rundgang durch das historische Zentrum beginnt im Rathausgebäude, einem avantgardistischen Werk, das die Handschrift eines ausgezeichneten Architekten trägt: Alberto Noguerol. Von hier aus gehen wir zu den Xardíns do Sinal und erreichen die Kapelle des Hospitals, ein emblematisches Denkmal, das 1711 vom Prior D. Gonzalo de Nogueira y Araújo errichtet wurde. Die Calle Real, ein Symbol der Heraldik und edlen Architektur, endet an der Reiterstatue des Apostels Santiago. So gelangen wir zum größten Schatz der Stadt Pontevedra, der ehemaligen Kollegiatkirche Santiago im Barockstil. Dort wird ein verehrter Christus - der „wundersame“ - aufbewahrt, von dem man sagt, dass er „nicht brennen wollte“.
denn im Jahr 1617 überstand er den Brand des Tempels durch türkische Piraten.
Über die Calle de Hío gehen wir zum Eirado do Costal, dem Herzen des Viertels und dem alten ursprünglichen Kern von Cangas. Dann betreten wir die Xardíns Félix Saoge, wo wir die großartige Statue von Don José Félix Soage Villarino finden, die 1914 vom genialen Francisco Asorey gemeißelt wurde. Ganz in der Nähe befindet sich „A volta do Mar“, eine weitere Skulptur, mit der Xoán Piñeiro allen Fischern von Cangas eine ehrende Hommage erweisen wollte.
Ab hier beginnt die denkmalgeschützte Zone: die Plaza del Arco, das alte Stadttor, wo man sagt, dass im Mittelalter Juden lebten. Die Calle Antonio Garelly bewahrt eines der schönsten „casas de patín“ – das typische Fischerhaus von Cangas. Oder die großen Tore in der Calle Pablo Iglesias,
die einst zum Unterstellen von Fischerbooten genutzt wurden. Der malerische Plaza de Síngulis ist ein weiteres typisches Beispiel für ein Fischerviertel in Cangas. Genau in der Mitte, auf einer natürlichen Steinplatte, steht ein schöner Kreuzweg, dem die Anwohner große Verehrung entgegenbringen. Ein weiteres Fischerviertel ist das Fuerte mit den alten Netz-Trockengestellen neben dem Strand von Rodeira. Zum Abschluss: das Barrio del Costal, das älteste der Stadt. Früher reichte hier das Meer bis an den Fuß. Der Stein ist eine Konstante, verbunden mit der Präsenz zahlreicher Quellen: Fuente Herrera, Fuente Garrido, Fuente del Gallo und Fuente del Caballo.