Die Castro von Punta Ostreira, auch bekannt als Castro de Alberne oder Os Castriños, ist eine Siedlung aus der Eisenzeit. Sie befindet sich auf einem Vorgebirge an einem der Eingänge zur Bucht von A Pobra do Caramiñal und nimmt ein Ende des ehemaligen Anwesens des Klosters San Antonio de Xobre ein.
Die Castro von Punta Ostreira besteht aus einem ovalen Gehege, das seinerzeit durch einen Schutzwall gesichert war, der die steilen Abhänge der Castro zum Meer und andere Hänge nutzte. Auf der Westseite wurde der Schutzwall durch einen noch erkennbaren Graben ergänzt und endete an einer großen Höhe. Darüber errichteten die Franziskaner des Klosters San Antonio de Xobre eine Kapelle, von der nur noch eine Wand erhalten ist. Illegale Arbeiten, die ein späterer Eigentümer an der Castro durchführte, führten zu einem Verfahren, das in der ersten Verurteilung zur Rückgabe eines archäologischen Fundes durch das Oberste Gericht von Galicien mündete. Bei den Untersuchungen der Schäden zeigten archäologische Sondagen die Chronologie der Fundstätte aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. sowie interessante archäologische Stücke, wie ein verstecktes Waffenset, das in einem der Häuser gefunden wurde. In der Nähe der Castro, die sich in Privatbesitz befindet, wurde kürzlich ein römischer Altar gefunden, der derzeit im Museo Valle-Inclán in A Pobra do Caramiñal aufbewahrt wird.
Die Castro von Punta Ostreira befindet sich in A Pobra do Caramiñal, in der Provinz A Coruña; genauer gesagt im Inneren des ehemaligen Anwesens, auf dem das Kloster Santo Antonio de Xobre stand. Die Castro war versteckt in einem bewaldeten Gebiet und es war schwer zu erkennen, dass sich unter all diesen Bäumen eine so alte Fundstätte befindet. In den 2000er Jahren wurden illegal Arbeiten auf dem Gelände durchgeführt, doch der Archäologe Juan J. Alonso Braña enthüllte in seinem Bericht, dass die Castro noch gut erhalten war. Laut archäologischen Untersuchungen stammt die Castro aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr., hat eine ovale Form und war früher durch einen Schutzwall oder eine Mauer gesichert. Außerdem wurde dort ein verstecktes Waffenset in einem der Häuser gefunden.