Barocker Marienwallfahrtsort aus dem 18. Jahrhundert in Chantada
Im 18. Jahrhundert auf dem Gipfel des Berges A Capela erbaut, ist das Heiligtum der Jungfrau von Guadalupe ein herausragendes Beispiel barocker Marienkirchen der Ribeira Sacra.
Seine Lage an einem erhöhten Punkt spiegelt die Tradition wider, diese Heiligtümer außerhalb der städtischen Zentren zu errichten, verbunden mit der Volksfrömmigkeit und der Feier von Wallfahrten, insbesondere am ersten Sonntag im September.
Das Gebäude hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, ein einschiffiges Langhaus, ein Querschiff, eine Kuppel über dem Kreuzungspunkt und einen polygonalen Chor im Inneren. Erbaut aus Granitmauerwerk, zeichnet sich die barocke Fassade mit einem Relief der Pietà und dem schlichten, mit einem Architrav versehenen Portal aus.
Im Inneren zeugen toskanische Pilaster, kassettierte Gewölbe und Reste von Wandmalereien von seinem künstlerischen Reichtum.
Der Hochaltar im barocken Stil mit Rokoko-Elementen sowie die seitlichen Altäre aus dem 18. Jahrhundert vervollständigen das Ensemble.
Dieses Heiligtum stellt neben seinem architektonischen Wert einen emblematischen Ort des geistlichen und immateriellen Erbes Galiciens dar, tief verbunden mit der Landschaft und der kulturellen Identität der Ribeira Sacra.