Na Guardis ist eine kleine Insel, die aus den Gewässern zwischen den Stränden Dolç und Carbó emporragt, ganz in der Nähe des Hafens von Colònia de Sant Jordi (Ses Salines), und an klaren Tagen einen perfekten Panoramablick auf die Hauptinseln des Cabrera-Archipels bietet.
Dieses kleine Stück Land, umgeben von Meer und Posidonia, beherbergt eine bedeutende archäologische Stätte. Eine Stätte, die viel über die Geschichte Mallorcas erzählt, insbesondere über seine tiefsten und urtümlichsten Wurzeln.
Historiker sind sich einig, dass die Insel Na Guardis wichtige Informationen aus der phönizischen Zeit und der römischen Herrschaft über Mallorca birgt. In der Gegend gibt es zahlreiche talayotische Hinweise, mit den nahegelegenen Fundstätten Na Moltona und Illot dels Frares.
Einer der Forscher, der diesem seit Urzeiten bekannten Ort großen Wert verlieh, war der inzwischen verstorbene Dr. Víctor Guerrero Ayuso.
Der emeritierte Professor für Vorgeschichte am Fachbereich für Historische Wissenschaften und Kunsttheorie der Universität der Balearischen Inseln nahm an mehreren Ausgrabungskampagnen an dieser Küstenstelle Mallorcas teil. Durch seine Arbeit wurde entdeckt, dass Na Guardis als Handelsfaktorium der Punier von Ibiza genutzt wurde. Seine Lage war ideal, sehr nahe an den Salinen von Sa Vall, die als die zweitältesten der Welt gelten und daher ein Ort von hohem wirtschaftlichem und kommerziellem Interesse sind.