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Nautic Destination

Tui. Die Festung von Monte Aloia. Naturpark von Monte Aloia. Felszeichnungen und keltische Siedlungen

Über dieses Kulturerbe

In Galicien gibt es sechs Naturparks, die sich über die autonome Region erstrecken. Einer dieser Parks ist der Monte Aloia. Er wurde als erster Naturpark Galiciens am 4. Oktober 1978 gegründet. Der Park erstreckt sich über 746,29 Hektar und besitzt fünf Aussichtspunkte, an denen man die wunderschöne Landschaft genießen kann.

Er liegt an der südlichen Grenze des Gebirges „Serra do Galiñeiro“ und sein höchster Punkt liegt bei 629 Metern auf dem Gipfel San Xiao, der einen Aussichtspunkt bildet. Der Park verfügt über ein weites Wanderwegenetz. Dazu zählen die Wanderege: Senda Botánica, Os Muiños de Tripes, Rego da Pedra, Muiños de Paredes, Cabana-cabaciña und Castro dos Cubos. Die Wanderrouten führen an Windmühlen, traditionellen Bewässerungssystemen, Ruinen keltischer Siedlungen und Eichenwäldern vorbei, die das natürliche und ethnografische Erbe des Naturparks belegen.

Aloia gehört zum Netz Natura 2000 und ist somit wegen seiner Naturgebiete bestehend aus Buschdickicht und Auenwäldern zum Schutzgebiet Monte Aloia erklärt worden. Diese stellen wichtige Lebensräume dar. Hier sind besonders die Fledermausarten Miniopterus schreibersii undRhinolopus hipposideros, der Skabiosen-Scheckenfalter Euphdrzas aurinia, der Hirschkäfer Lucanus cervos und die Narzisse Narcissus cyclamineus hervorzuheben.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Wald komplett abgeholzt, aber dank der Initiative des Forstingenieurs Rafael Areses, der die Autoritäten überzeugen konnte das Gebiet wieder aufzuforsten, hat die Landschaft sich sehr verändert. Trotz guter Absichten wurde die Aufforstung mit gebietsfremden, invasiven Arten wie der schwarzen Akazie Acacia melanoxylon vollzogen. Trotzdem konnten große Gebiete mit dem heimischen, galicischen Wald wieder hergestellt werden und so findet man dort eine Artenvielfalt von Flora und Fauna. Das ist darauf zurückzuführen, dass das Gebiet seit 1978 Naturpark ist.

Im Park befindet sich ein Besucherzentrum. Es ist ein ehemaliges Forsthaus aus dem Jahr 1921 von dem Ingenieur Areses und es beherbergt seit 1998 das Besucherzentrum. Dort kann man eine Ausstellung über die Entwicklung des Parks, sowie im Park vorkommende natürliche und ethnografische Elemente sehen.

Um mehr zu erfahren

Es scheint, als habe es bereits seit der Altsteinzeit Siedlungen im Gebirge Monte Aloia gegeben. Das ist auf die Beschaffenheit des Gebirges zurückzuführen, da es Schutz und Nahrung zum Jagen und Sammeln bot.

Zwischen der Jungsteinzeit und der Bronzezeit wurden Ortschaften an leichten und geschützten Hängen gebaut und es erheben sich Grabhügel wie die Reste des “Mámomas da Chan Longa”. Aus dieser Zeit stammen auch die Gravierungen in Stein, wie die Felszeichnungen von A Macoca.

Die befestigte Siedlung “Alto dos cubos” stammt aus der Eisenzeit. Sie besteht aus mehreren runden Kunstruktionen, wovon einige eine Erweiterung aufweisen, die einen kleinen Eingangsbereich darstellten. Diverse Reste dieser Siedlung sind im Naturlehrzentrum von Monte Aloia ausgestellt.

Es wurden bereits bei früheren Ausgrabungen Reste gefunden, die belegen, dass die Siedlung Veränderungen unter der Romanisierung erlebt hat. Man fand dort viel Keramik und verschiedene Gegenstände, wie Befestigungselemente, Mörtel und Handmühlen.

Im 5. Jahrhundert n. Chr. kommt es zur Invasion germanischer Völker, die einen Teil des römischen Territoriums einnehmen. So kam es zum Bau einer großen Festung am Monte Aloia. Die galicisch-römische Bevölkerung suchte hinter der Festung Schutz vor eindringenden Völkern wie den Sueben. Obwohl man bereits technische Baukenntnisse aus Zeiten vor dem Römischen Reich besaß, ist die Konstruktion der Festung eher derb und grob. Wahrscheinlich blieb wenig Zeit bevor der Feind eintraf.

Die zyklopische Festung hat eine Länge von drei Kilometern und umschließt ein Gebiet von 30 Hektar. Somit handelt es sich um eines der größten von einer Mauer umgebenen Gebiete in Galicien.

Um es besser kennenzulernen

Zu Tui gehört das Waldgebiet Aloia, das 1978 zum ersten Naturpark Galciens ernannt wurde. Dort befinden sich prähistorische und römische Überreste wie die präromanische Siedlung „Castro Alto dos Cubos“. In dieser Umgebung gibt es verschieden Wanderrouten. Auf den Routen kann man sich eine Vorstellung der Verteilung der Wohnstätten machen. Es handelt sich um ein grünes Gebirge, wo Bäche entspringen, die das Tal des Miño suchen.

In diesem Gebirge gibt es eine Mauer oder Festung von der man nicht genau weiß aus welcher Zeit sie stammt. Man schreibt sie aber der Zeit des Römischen Reiches und der Invasion der Barbaren zwischen dem 5. Und 8. Jahrhundert n. Chr. zu. Die Festung des Monte Aloia ist 3 Kilometer lang und wird als einer der ersten im Gebirge befestigten Festungswälle Galiciens angesehen.

Tui ist eine galicische Gemeinde im Osten des Gebietes Baixo Miño, in der Provinz Pontevedra. Der Ort sticht durch seine Nähe zu Portugal hervor. Außerdem ist Tui Bischofsstadt und besitzt eine der berühmtesten Kathedralen Galiciens: die Kathedrale von Santa María de Tui.

Galerie

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Lage

Ort
Tui
Gemeinde
Tui
Provinz
Pontevedra
Land
Spanien

Das Gut

Typ
Festung
Öko-Reiseziel
Río Miño
Umgebung
Natürlich
Relevanz
International

Anreise

Zugang
Über See Über Land
Entfernung
Distancia 7,3 km / 16 minutos en coche

Der Besuch

Besuchbar
Ja
Barrierefrei
No
Parkplatz
No
Beschildert
Ja

Koordinaten

Latitud
42.07560700
Longitud
-8.67996000